Infrarot und Rotlicht bei Rheuma: Was können Sie erwarten?
Sie haben die Diagnose Rheuma bekommen, aber jeder Bericht, den Sie lesen, handelt von etwas anderem. Rheuma ist keine einzelne Erkrankung. Es ist ein Sammelbegriff für mehr als hundert Erkrankungen an Gelenken, Muskeln und Sehnen: von Arthrose über rheumatoide Arthritis bis Fibromyalgie. Was bei dem einen etwas bringt, bewirkt bei der anderen nichts. Im Folgenden lesen Sie, was Infrarot und rotes Licht bei Rheuma bedeuten können und was nicht.
Das macht diese Frage schwerer zu beantworten als die meisten. Unten steht, was Wärme und rotes Licht beitragen können, je nach Art der Beschwerden, und wo die Grenze liegt.
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Hinweis: Diese Informationen beruhen auf wissenschaftlichen Quellen, Erfahrungen von Kundinnen und Kunden und unserem eigenen Wissen über Lichttherapie. Sie sind kein medizinischer Rat und ersetzen keine ärztliche Beratung. Wenn Sie Medikamente einnehmen, eine Erkrankung haben oder unsicher sind, sprechen Sie bitte zuerst mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Zuerst: Lassen Sie es abklären
Rotlichttherapie ist unterstützend und stellt keine Diagnose. Bei anhaltenden Gelenkschmerzen, Morgensteifigkeit, die länger als eine Stunde dauert, oder Gelenken, die dick und warm werden, gehört der Arztbesuch an die erste Stelle.
Gesundheitsinformation.de des IQWiG hat verständliche Seiten über rheumatoide Arthritis, über Fibromyalgie und über Arthrose. Lesen Sie diese zuerst, wenn es noch keine Diagnose gibt.
Drei Formen, drei Geschichten
Arthrose: Verschleiß des Knorpels
Die häufigste Form. Der Knorpel wird dünner, die Knochenenden gleiten weniger geschmeidig aneinander vorbei, und das führt zu Schmerzen und Steifheit. Arthrose ist nicht heilbar: Keine Behandlung, auch keine Lampe, bringt Knorpel zurück.
Möglich ist, an den Beschwerden drumherum anzusetzen. Bei einem Knie, wo das Gelenk dicht unter der Haut liegt, ist das aussichtsreicher als bei einer Hüfte mit Zentimetern Muskel dazwischen. Mehr dazu in Rotlichttherapie bei Knieschmerzen. Wie Menschen ein Panel zu Hause bei Rotlichttherapie bei Arthrose einsetzen, mit Abstand und Sitzungsdauer pro Gelenk, steht auf einer eigenen Seite.
Rheumatoide Arthritis: eine entzündliche Erkrankung
Hier ist etwas anderes im Gange: Das Abwehrsystem greift die eigene Gelenkinnenhaut an. Das ist eine systemische Erkrankung, die mit Medikamenten behandelt wird.
Seien Sie hier vorsichtig. In einer aktiven Entzündungsphase, also bei einem Gelenk, das dick, rot und warm ist, wird von Wärme in der Regel gerade abgeraten; Kühlen liegt dann näher. Sprechen Sie mit Ihrer Rheumatologin oder Ihrem Rheumatologen, bevor Sie hier etwas hinzunehmen.
Fibromyalgie: Schmerz ohne Gelenkschaden
Weit verbreiteter Schmerz, Müdigkeit und Schlafprobleme, ohne nachweisbaren Schaden an den Gelenken. Bei Fibromyalgie berichten Anwender vergleichsweise oft von Nutzen durch Wärme, wahrscheinlich vor allem über Entspannung und besseren Schlaf. Dazu haben wir zwei bestehende Artikel: Rotlichttherapie bei Fibromyalgie und Infrarotlampen bei Fibromyalgie.

Wärme oder Licht: Der Unterschied zählt hier
Bei Rheuma werden diese beiden oft vermischt, und sie tun Unterschiedliches.
Infrarotwärme steigert die Durchblutung und entspannt die Muskeln. Das passt gut zu Morgensteifigkeit und verspannten Muskeln rund um ein schmerzendes Gelenk. Der Effekt ist sofort spürbar, und vorübergehend.
Rotlichttherapie arbeitet ohne Wärme. Nahes Infrarot von 810 bis 1060 nm dringt laut der ICNIRP einige Millimeter in das Gewebe ein und wird von den Mitochondrien aufgenommen; den Mechanismus hat Hamblin beschrieben. Sie spüren wenig davon, und der Effekt baut sich über Wochen auf.
Für einen akut steifen Morgen: Wärme. Für etwas, das Sie über Monate durchhalten: Licht. Sie schließen einander nicht aus.
Praktisch
- Häufigkeit: vier bis fünf Mal pro Woche. Bei Rheuma dreht sich alles ums Durchhalten, siehe wie oft Sie es anwenden.
- Dauer: acht bis zwölf Minuten pro Gelenk, höchstens zwanzig.
- Abstand: dreißig bis fünfzig Zentimeter. Siehe den Artikel über den Abstand.
- Nackte Haut, und bei runden Gelenken mehrere Seiten getrennt.
- Nicht auf ein akut entzündetes Gelenk ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Was Sie realistisch erwarten dürfen
Keine Heilung. Kein Ersatz für Ihre Medikamente, setzen Sie diese niemals eigenmächtig ab.
Was Anwender, die davon profitieren, in der Regel berichten: weniger Steifheit am Morgen und leichter in Bewegung kommen. Rechnen Sie mit sechs bis acht Wochen, bevor Sie dazu etwas sagen können; siehe wie lange es dauert, bis Sie Ergebnisse sehen.
Und ein Teil der Anwender merkt nichts. Das kommt vor, und darum können Sie es bei uns sechzig Tage zu Hause ausprobieren.
Welches Gerät?
Sitzen die Beschwerden in einem oder zwei Gelenken, dann ist ein kleines, gezieltes Gerät am praktischsten: PrimeSpot oder Portable Prime. Spielen mehrere Gelenke oder auch Rücken und Nacken eine Rolle, dann ist ein Panel sinnvoller, weil Sie größere Flächen in einer Sitzung schaffen.
Wenn Sie vor allem Wärme gegen Morgensteifigkeit möchten, schauen Sie auf die Infrarotlampen mit Wärme. Vergleichen Sie die Modelle oder nutzen Sie die Kaufberatung.
Quellen
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG): Rheumatoide Arthritis
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG): Fibromyalgie
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG): Arthrose
- ICNIRP: Infrared radiation
- Hamblin, M.: Mechanisms and Mitochondrial Redox Signaling in Photobiomodulation
Rotlichttherapie ist als Unterstützung der natürlichen Regeneration gedacht und ist kein Medizinprodukt zur Heilung von Krankheiten. Die Ergebnisse unterscheiden sich von Person zu Person. Sprechen Sie bei rheumatischen Erkrankungen immer mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Rheumatologin und setzen Sie verordnete Medikamente niemals eigenmächtig ab.













