Lichttherapie & Pigmentflecken: Wirkt rotes Licht wirklich?
Auf Ihren Handrücken sind die braunen Flecken mit jedem Jahr etwas deutlicher geworden. Rotlichttherapie mit Wellenlängen von 600 bis 700 nm kann Pigmentflecken mildern: Das Licht kann Entzündungen beruhigen, die Melaninbildung hemmen und die Kollagenbildung anregen. Am besten sprechen oberflächliche Pigmentierungen wie Akneflecken und Sonnenschäden an, während tiefere Pigmentierungen wie Melasma weniger vorhersehbar reagieren. Gängige Richtwerte sind 10 bis 15 Minuten pro Sitzung bei 30 bis 50 cm Abstand, 3 bis 5 Mal pro Woche, wobei sich Ergebnisse allmählich einstellen. Im Folgenden erfahren Sie, was Pigmentflecken sind, was die Forschung zeigt und wie Sie rotes Licht zu Hause anwenden.
Pigmentflecken können ziemlich frustrierend sein. Ganz gleich, ob sie durch Sonne, Akne oder Hormone entstehen, sie scheinen immer genau an der falschen Stelle zu sitzen. Deshalb greifen immer mehr Menschen zur Rotlichttherapie als sanfter, natürlicher Methode, um ihr Hautbild ebenmäßiger zu machen. Aber funktioniert das wirklich?

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Hinweis: Diese Informationen beruhen auf wissenschaftlichen Quellen, Erfahrungen von Kundinnen und Kunden und unserem eigenen Wissen über Lichttherapie. Sie sind kein medizinischer Rat und ersetzen keine ärztliche Beratung. Wenn Sie Medikamente einnehmen, eine Erkrankung haben oder unsicher sind, sprechen Sie bitte zuerst mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Was sind Pigmentflecken?
Pigmentflecken entstehen, wenn Ihre Haut an bestimmten Stellen mehr Melanin bildet als normalerweise. Melanin ist das Pigment, das Ihrer Haut, Ihren Haaren und Ihren Augen ihre Farbe verleiht. Ein Überschuss davon führt zu dunklen Flecken, die von kleinen Sommersprossen bis hin zu größeren Verfärbungen reichen.
Verschiedene Arten
- Sonnenschäden (solare Lentigines): die bekannten „Altersflecken“, verursacht durch jahrelange UV-Belastung.
- Postinflammatorische Hyperpigmentierung (PIH): dunkle Flecken nach Akne, kleinen Wunden oder Reizungen.
- Melasma: hormonell bedingte Pigmentierung, die oft tiefer in der Haut liegt und schwieriger zu behandeln ist.
- Sommersprossen: genetisch bedingt, oft heller und abhängig von der Jahreszeit.
Wie funktioniert Rotlichttherapie bei Pigmentflecken?
Rotlichttherapie nutzt Wellenlängen zwischen 600 und 700 nm. Diese dringen tiefer in die Haut ein als sichtbares Licht und regen zelluläre Prozesse an. Was genau passiert dabei?
- Mehr Zellenergie: Die Mitochondrien (die „Kraftwerke“ Ihrer Zellen) werden angeregt, wodurch sich Hautzellen schneller regenerieren und erneuern können.
- Weniger Entzündungen: Viele Pigmentflecken entstehen durch Entzündungen. Rotes Licht kann die Haut beruhigen, wodurch PIH schneller verblassen kann.
- Unterdrückung einer übermäßigen Melaninproduktion: Untersuchungen zeigen, dass rotes Licht die Aktivität der Tyrosinase, des Enzyms, das Melanin bildet, hemmen kann. Dadurch kann die Entstehung neuer dunkler Flecken gebremst werden.
- Verbesserte Hautstruktur: Rotes Licht regt die Kollagenbildung an, was die Haut ebenmäßiger und straffer machen kann. Das hilft indirekt dabei, sichtbare Flecken zu reduzieren.
Wichtig zu wissen: Rotes Licht wirkt vor allem bei oberflächlicher Pigmentierung wie Akneflecken und Sonnenschäden gut. Tiefere Pigmentierungen wie Melasma reagieren weniger vorhersehbar.
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Was sagt die Wissenschaft?
Es gibt immer mehr Forschung zur Rotlichttherapie, aber die Erkenntnisse sind noch nicht endgültig. Was wissen wir bisher? Verschiedene beim NCBI veröffentlichte Studien zeigen, dass rotes Licht:
- die Zellenergie erhöht und die Hautregeneration anregt: Untersuchungen zur Photobiomodulation zeigen, dass rotes Licht die Mitochondrien aktiviert, was zu einer schnelleren Zellerneuerung beiträgt (NCBI: PMC5988166, PMC4387504).
- Entzündungen reduzieren kann, ein wichtiger Faktor bei Pigmentflecken. Klinische Übersichtsarbeiten zeigen, dass rotes Licht Entzündungsprozesse in der Haut beruhigen kann (NCBI: PMC3423866).
- die Aktivität der Tyrosinase beeinflussen kann. Tyrosinase ist das Enzym, das Melanin bildet. Untersuchungen zu Lichttherapie und Pigmentregulierung beschreiben, dass rotes Licht eine Rolle bei der Hemmung einer übermäßigen Melaninproduktion spielen kann (NCBI: PMC11202801).
- die Hautstruktur und die Kollagenbildung unterstützt: Eine häufig zitierte Studie zeigt Verbesserungen der Hauttextur und Hautfestigkeit nach einer Rotlichttherapie (PubMed: 28748217).

Anwendungstipps für zu Hause
Rotlicht-Panels wirken am besten, wenn Sie sie richtig und regelmäßig anwenden. Die Einstellungen unterscheiden sich zwar je nach Gerät, die folgenden Richtwerte sind aber sicher und weit verbreitet:
- Abstand: Halten Sie das Panel etwa 30 bis 50 cm von Ihrer Haut entfernt.
- Dauer: Wenden Sie es 10 bis 15 Minuten pro Sitzung an.
- Häufigkeit: 3 bis 5 Mal pro Woche ist für die meisten Menschen ideal.
- Augenschutz: Tragen Sie immer eine Schutzbrille, vor allem bei leistungsstarken Panels.
- Hautvorbereitung: Reinigen Sie Ihre Haut vorher und verwenden Sie unter dem Licht keine Sonnencreme oder Wirkstoffe.
- Regelmäßigkeit ist entscheidend: Ergebnisse stellen sich allmählich ein, daher ist es wichtig, dranzubleiben.
Fazit
Rotlichttherapie ist eine sanfte, nicht-invasive Methode, die Pigmentflecken mildern kann. Vor allem oberflächliche Flecken wie Akneflecken und Sonnenschäden sprechen gut darauf an. Die Forschung ist noch in Entwicklung, aber die bisherigen Studien sind vielversprechend und zeigen, dass rotes Licht die Haut bei der Regeneration, beim Ausgleichen des Hauttons und bei der Stärkung unterstützen kann.
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